Hintergrund

Für die Prüfung von Folien für Verpackungszwecke steht seit September 2005 die deutsche Norm DIN 55529 “Verpackung – Bestimmung der Siegelnahtfestigkeit von Siegelungen aus flexiblen Packstoffen” zur Verfügung. Diese Norm gilt für die Prüfung von Siegelnähten aus flexiblen Packstoffen, z. B. Kunststoff, Verbundmaterialien sowie lackierte und bedruckte Aluminiumfolien und Papiere. Hierbei wird ein 15 mm breiter Folienstreifen orthogonal zur Siegelnaht ausgeschnitten und in eine Zugprüfmaschine eingespannt. Bei einer Abzugsgeschwindigkeit von 100 mm/min und einem Abzugswinkel von 90 ° wird die zum Trennen der Siegelnaht erforderliche Trennkraft gemessen. ASTM D1876 berücksichtigt beim Prüfen von Folienstreifen zusätzlich unterschiedliche Abzugswinkel.

 

Das Ergebnis der Packmittelprüfung nach DIN 55529 und ASTM D1876 wird durch das Packmittel bzw. den darin eingesetzten Siegelwerkstoff und die Prozessparameter beim Siegeln beeinflusst. Für die Prüfung von Öffnungskräften sind diese Prüfmethoden, die an Folienstreifen durchgeführt werden, ungeeignet, da sie die für das Öffnen einer Packung entscheidende Siegelnahtgeometrie nicht berücksichtigen. Für die Bestimmung von Öffnungskräften an peelbaren Verpackungen wurde vom Fraunhofer AVV Dresden ein praxisrelevantes Prüfvorgehen entwickelt, das reproduzierbare Messungen erlaubt und sowohl in der Qualitätssicherung unmittelbar im Verpackungsprozess bzw. nach TUL-Prozessen als auch bei vergleichenden Untersuchungen zum Einsatz kommen kann.

 

» Prüfmethode

Prüfanordnung nach DIN 55529
Prinzipskizze Prüfanordnung nach DIN 55529